Bei der Produktion von Content (=Inhalten, für die Englisch-Verweigerer unter uns, also z.B. Texte, Fotos, Illustrationen, Videos, …) für eine Webseite ist auf vier Aspekte besonders Wert zu legen:

  • SEO (Suchmaschinen-Optimierung), damit der Content organisch gefunden wird
  • Qualität, damit der Content dem Leser auch gefällt oder im Idealfall sogar geteilt wird
  • Stimmigkeit/Authentizität, also ein Content-übergreifendes Konzept bzw. eine “Stimme”
  • Erwartungshaltung: was erwartet der Besucher aufgrund des Bisherigen in Zukunft?

Je nach Ausrichtung der Webseite werden anderen Aspekte größere Relevanz bekommen.

1. Die Aspekte, kurz erläutert

1.1 SEO (Suchmaschinen-Optimierung)

Eine Webseite, die hauptsächlich darauf ausgelegt ist, den Besucher zu bestimmten Handlungen zu bewegen (z.B. ein Produkt zu kaufen) oder gar nur eine Fake-Webseite zur Generierung von Klicks, um eine andere Webseite höher zu ranken, wird sich fast ausschließlich um optimales SEO kümmern, um den beabsichtigten Effekt auf das Ranking zu erhöhen. Wer sich dafür interessiert, wie er sein Google-Ranking verbessern kann, für den hab ich eine hoffentlich Laien-taugliche Erklärung verfasst.

1.2 Qualität für den menschlichen Leser

Bei aller Wichtigkeit der Suchmaschinen-Optimierung, damit der Besucher die Unterseite auch findet: sie soll schon auch Sinn machen. Ich habe hier ein WordPress-Plugin installiert, YoastSEO,  das mir beim Schreiben anzeigt, wie “leserlich” mein Beitrag ist, und mir vorschlägt, wie ich die Lesbarkeit erhöhen kann.

Auch wenn es manchmal hilfreich ist, weil ich daran erinnert werde, wie lang meine Sätze oft werden: Man muss aufpassen, sich nicht durch all die Hilfestellungen das Individuelle zerstören zu lassen. Optimierung für den Konkurrenzkampf im Google-Ranking bedeutet immer auch eine Unterordnung unter fremdbestimmte Kriterien.

Innovation verträgt sich nicht besonders gut mit vorbestimmten Kriterien. Das ist immer so eine Gradwanderung zwischen gefunden werden durch Anpassung und hilfreich sein durch Unangepasstheit.

1.3 Stimmigkeit/Authentizität

Webseiten, die durch einzelne hochqualitative Artikel Traffic auf sich ziehen sollen, um zum Kauf anzuregen bzw. Rankings zu verbessern, aber auch Artikel, bei denen offensichtlich und logisch nachvollziehbar ist, dass sie von mehreren Autoren verfasst wurden (etwa bei der Online-Ausgabe einer Tageszeitung), können es sich gut leisten, auch Arbeit auszulagern.

Fatal kann es jedoch wirken, wenn für den Nutzer nicht ersichtlich ist, warum verschiedene Artikel vom scheinbar selben Autor völlig unterschiedliche Schreibstile aufweisen, oder einmal viele Fehler zu finden sind, einmal gar keine.

Auch wenn die Nutzung von Ghostwritern gerade bei größeren Plattformen durchaus üblich ist, kann ein “Auffliegen” dessen die Autorität, die man ansonsten dem Betreiber der Webseite zuschreiben würde, verfallen lassen. Die Autorenschaft eines Artikels sollte daher entweder ehrlich/authentisch gekennzeichnet sein (meine bevorzugte Variante), oder zumindest authentisch wirken.

1.4 Die erzeugte Erwartungshaltung

Was man nicht unterschätzen sollte: die Erwartungshaltung, die beim Besucher entstehen kann. Wer etwa über 3 Monate lang jede Woche einen Blog-Artikel verfasst, und dann (vll auch noch ohne Angabe von Gründen) 2 Monate lang nichts veröffentlicht, verwirrt seine Besucher womöglich.

Daher ist es sinnvoll, sich gut zu überlegen, ob man sich wirklich selbst einem gewissen Rhythmus unterwerfen will, und wenn ja, welchem. Auch hier gilt wieder: weg von dem “wissenschaftlich bestem Rhythmus” hin zu einem, mit dem man selbst gut umgehen kann.

Man will sich ja nicht versehentlich selbst ein “Monster” erschaffen, das alle produktive Zeit auffrisst.

Kleiner Geheimtipp: Durchschnittswerte schaffen Freiheit. 1x alle 1-2 Wochen lässt viel mehr Gestaltungsspielraum als “jeden Samstag um 15:00”. Es ist kein Zufall, dass der Newsletter-Rhythmus hier entsprechend beschrieben wird 😉

2. Content produzieren lassen

Ich schreibe gerne, viel, schnell und gut – auch für andere, wenn ich mich im Anliegen des Unternehmens wiederfinden kann.

Weil auch mein Tag nur 24h für mich bereit stellt, und ich in irgendeiner Form auch für ein regelmäßiges Einkommen sorgen muss, mache ich das mittlerweile nicht mehr kostenlos, sondern gegen entsprechende Bezahlung. Die jeweilige Höhe hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem:

  • Häufigkeit: Lassen sich Abläufe aufbauen, die den organisatoriscen Overhead reduzieren?
  • Vorlaufzeit: Wie eng/strikt ist das Zeitkorsett? Kann ich z.B. auch vorarbeiten?
  • Rohmaterial vs. Zielvorgaben: Was kommt zum reinen Schreiben hinzu? Was davon wird geliefert?
  • Ortsgebundenheit: Muss ich zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort sein?
  • Anliegen des Unternehmens: Will ich das Unternehmen aus intrinsischen Gründen unterstützen?

Je nach den Antworten auf diese Fragen und meiner sonstigen Einkommens-Situation können meine Preise sehr variieren. Als Richtwert kann aber gesagt werden, dass ich im Regelfall nicht unter 50€/h gehen werde und es vorziehe, einen monatlichen Betrag mit dem Kunden entsprechend seiner Anforderungen festzulegen, für den ich dann passenden Content nach seinen (schriftlich festgehaltenen) Kriterien produziere. Das heißt ich bekomme (als grobes Beispiel) 200€/Monat für 1 Artikel/Woche nach Kriterien X, Y und Z, wenn man davon ausgehen kann, dass ich pro Artikel ca. 1h brauche. Ob ich dann doch länger brauche, ist mein Risiko.

Grundsätzlich biete ich die Content-Produktion nach individuellen Konditionen (falls wir auf eine nachhaltig konstruktive Win-Win-Situation kommen) immer jeweils für einen Monat an, nach Ablauf dessen beide Seiten die Zusammenarbeit für einein weiteren Monat weiterführen oder beenden können.

Ich halte nichts von Knebel-Verträgen, und schon gar nichts von dem Stress, sie durchzusetzen. Wenns doch nicht passt, erfüllt jeder die Verpflichtungen des einen Monats fertig (Produktion des Contents, Bezahlung), und dann muss man sich nicht mehr gegenseitig annerven. Ich will mit Menschen zusammenarbeiten, mit denen die Zusammenarbeit eine Freude ist, keine Belastung.

Bei grundsätzlichem Interesse und/oder im Zweifelsfall mich einfach mal anschreiben/sonstwie kontaktieren, nachfragen/kennenlernen kostet und verpflichtet ja erstmal zu nichts. Und ich habs schon öfter erlebt, dass mir jemand zwar am Ende kein Geld gegeben hat, aber wir dafür seit Jahren befreundet sind. Auch schön 🙂