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Erste Schritte im Programmieren lernen: Eclipse installieren

Erste Schritte beim Programmieren lernen sind die Entscheidung es zu tun, das Anfreunden mit den inneren Widerständen und eine gute Umgebung zu schaffen.
(Letztes Update von Niklas Baumgärtler am 23.8.2020)

Am Ende wirst du:

  • Die Entscheidung getroffen haben, dass du Programmieren lernen willst
  • Dich mit deinen inneren Widerständen angefreundet und ihnen konstruktivere Aufgaben zugewiesen haben
  • Dir Zeit und Raum zum Programmieren lernen geschaffen haben
  • Die nötigen technischen Hilfsmittel installiert haben
Diese Einheit überspringen

Willkommen zur ersten vorbereitenden Lektion dieses Kurses! In dieser werden wir als erste Schritte ein wenig Zeit darin investieren, um es in den folgenden Lektionen dann leichter zu haben das Programmieren zu lernen.

1. Eine Entscheidung treffen: Ich will programmieren lernen

Erste Schritte beim Programmieren lernen: Eine Entscheidung treffen

Programmieren ist eine interessante Mischung aus Handwerk und Kunstform. Auch wenn ich davon überzeugt bin, dass ein jeder Programmieren lernen kann, bringt doch ein jeder der es lernen möchte unterschiedliche Voraussetzungen mit. Hier eine kleine Liste an hilfreichen Vorerfahrungen und Fähigkeiten, die dir das Programmieren lernen erleichtern werden:

1.1 Hilfreiche Vorkenntnisse und Fähigkeiten zum Programmieren lernen

  • Englisch-Kenntnisse: Die meisten Programmiersprachen basieren auf der englischen Sprache. Wer diese zumindest ein wenig beherrscht, kann bei vielen Programmier-Befehlen einfach erraten wie sie heißen könnten und so rascher die richtigen finden.
  • Einen Computer bedienen können: Wer weiß wie man ein Programm installiert, Dateien anlegt/verschiebt und einen Browser bedient, ist beim Programmieren lernen im Vorteil. Aber viel mehr Vorkenntnisse braucht es auch nicht.
  • Schnelles und/oder lesen/schreiben: Wer Texte rasch “überfliegen” kann, findet rascher die Antworten die er braucht. Das 10-Finger-System ist beim Schreiben hilfreich, wenn auch nicht Voraussetzung.
  • Genauigkeit: Kleine Tippfehler können beim Programmieren sehr nervig sein, da hilft Genauigkeit ungemein.
  • Radikale Selbstverantwortung: Wenn etwas nicht klappt, ist man beim Programmieren immer selber schuld – aber damit auch in der Macht, etwas zu verbessern. Das liegt nicht jedem, aber man kann diesen Zugang auch lernen.
  • Frustrationstoleranz: Programmieren kann Spaß machen, aber auch total frustrieren, wenn man wieder einmal eine gefühlte Ewigkeit lang einen winzig kleinen Fehler nicht findet. Doch die Freude darüber, es am Ende doch geschafft zu haben, ist dann um so größer. Man darf nur nicht den Fehler machen, zu früh aufzugeben.

1.2 Der wichtigste Faktor: Die Entscheidung es wirklich zu wollen

Ähnlich wie beim Lernen eines Musikinstrumentes wirken die ersten Ergebnisse auch mit dem besten Lehrer/Kurs anfangs oft etwas… kläglich. Das legt sich glücklicherweise mit der Zeit recht rasch. Aber diese anfängliche Phase, in der die Resultate selbst noch nicht so motivieren können, die heißt es zu überwinden ohne aufzugeben. Dazu braucht es eine klare Entscheidung, dass man es wirklich ernsthaft versuchen will.

Willst du Programmieren lernen?

Bist du auch bereit, diese erste Phase, die auch mal frustrierend sein kann, zu überwinden?

Gut. Dann werden wir jetzt gemeinsam dafür sorgen, dass der Weg für dich ein möglichst einfacher und gangbarer werden wird. Als nächstes kümmern wir uns um die inneren Glaubens-Sätze, die wie “Verräter” in dir auf dein Scheitern hinzuarbeiten scheinen. Lassen wir sie zu unseren Verbündeten werden!

2. Hemmende Glaubens-Sätze transzendieren: Ich kann programmieren lernen

Innere Glaubenssätze - kein Hundemensch

Bis vor etwa 1,5 Jahren war “Ich bin kein Hunde-Mensch” für mich noch ein sehr wahrer Satz. Aber innere Widerstände und Glaubens-Sätze lassen sich transzendieren, verändern.

Bevor wir uns mit der Programmierung selbst beschäftigen werden, sollten wir uns vielleicht kurz die Zeit nehmen, unsere eigenen Glaubens-Sätze zur Programmierung genau anzusehen. Um nur einige mögliche Beispiele zu nennen:

  • “Ich bin zu alt um das noch zu lernen.”
  • “Frauen können das nicht.”
  • “Dafür bin ich ja nicht ausgebildet.”
  • “Ich muss es sofort können.”
  • “Das können nur technisch begabte Menschen lernen.”
  • “Ich habe keine Zeit dafür.”
  • “Dazu bräuchte ich ein Sprachentalent.”

Fühlst du dich von einem dieser Sätze angesprochen, oder hast du deine eigene, vielleicht originellere Variante des “Ich bin das nicht!” in dir entdeckt?

Wer etwas Neues lernen will während er in sich solche vernichtenden Glaubens-Sätze trägt wird es schwieriger haben. Es ist, als würde man eine Burg gegen feindliche Eindringlinge verteidigen wollen während Verräter in den eigenen Reihen die Verteidigung stören. Diese werden dir raten aufzugeben, es gar nicht zu versuchen, und beim ersten Fehlschlag werden sie die “Ich habs dir doch gesagt!”-Keule auspacken.

2.1 Ein wahrhaft entschlossener Mensch ist nicht aufzuhalten

In meiner langjährigen Erfahrung als Lehrer und meine eigene Entwicklung betreffend habe ich unzählige Male erleben dürfen dass ein Mensch der wirklich zu etwas entschlossen ist einem reißenden Strom ähnelt der – auf Dauer – nicht aufzuhalten ist. Die Vizerektorin der pädagogischen Hochschule meinte einst zu mir: “Herr Baumgärtler, ich könnte Ihnen jetzt Steine in den Weg legen, aber bei Ihnen hat das auf Dauer ohnehin keinen Sinn.”

Ich habe erleben dürfen, wie offiziell diagnostizierte (!) Legastheniker plötzlich entdeckt haben, dass sie ja doch weitgehend fehlerlos schreiben können. Weil ich mich als Lehrer geweigert habe, ihre eigenen Glaubens-Sätze und die ihrer Umgebung zu bestätigen und stattdessen daran geglaubt habe dass sie es doch schaffen können.

Und genauso bin ich felsenfest davon überzeugt, dass ein jeder der es will das Programmieren erlernen kann. Natürlich wird es jemandem der bereits auf Vorerfahrungen aufbauen kann leichter fallen wie jemandem der das nicht kann. Aber jemand der entschlossen ist es zu lernen ist auf Dauer nicht aufzuhalten. Er mag frustriert sein, eine Pause brauchen, Unterstützung brauchen (bitte dazu die Möglichkeit nutzen Fragen zu stellen und um Unterstützung zu fragen, dafür ist sie da!). Aber wer dran bleibt und sich nicht ent-mutigen lässt, der schafft das.

2.2 Mache dir deine Glaubens-Sätze zu hilfreichen Freunden

Wenn du dir selbst einen Gefallen tun willst, dann nimm dir ein paar Minuten Zeit, um dich deinen hemmenden Glaubens-Sätzen zu stellen. Spür in dich hinein, bis du sie gut wahrnehmen kannst, und dann schreibe sie Wort für Wort auf. Deine Glaubens-Sätze sind nicht böse, nicht deine Gegner. Sie wollen dich vor etwas schützen, wollen dir etwas sagen. Solange du vor ihnen davonläufst, Situationen meidest in denen du ihnen näher kommst, kannst du das was sie dir sagen wollen nicht gut hören.

Vergiss nicht, dass deine Glaubens-Sätze deine Berater sind, nicht deine Herrscher. Der Herrscher bist du.  Deine Aufgabe ist es, ihren Rat zusammen mit all den anderen Interessen und Ratschlägen die in dir sind in gute Entscheidungen zu “gießen”.

Womöglich will dir ein Glaubens-Satz der heißt “Ich muss es sofort können” gar nicht mitteilen dass du deswegen gar nicht anfangen sollst mit dem Programmieren lernen. Vielleicht will er dir stattdessen sagen, dass du dazu tendierst sehr rasch beste Ergebnisse von dir zu verlangen wenn du etwas Neues lernst.

Dann kann es zum Beispiel besser für dich sein, wenn du dir nicht vornimmst diesen Kurs in Rekord-Zeit zu absolvieren. Sonst steigerst du unnötigerweise die Wahrscheinlichkeit dass du irgendwann frustriert aufgibst obwohl dies gar nicht objektiv notwendig ist.

2.3 Mit dem Zyklus der Entwicklung umgehen lernen

Eine jede weitreichende Entwicklung beinhaltet eine Phase der Frustration und der Verzweiflung, die durchlaufen werden muss. Sie zeigt dir an, dass du auf einem guten Weg bist, der es wert ist gegangen zu werden, weil er dich wirklich weiter bringt (sonst würde er dich eher kalt lassen). Wer mehr über Entwicklungskreisläufe erfahren will, der findet in diesem Artikel mehr dazu.

Was auch immer deine inneren Glaubens-Sätze dir zum Programmieren lernen sagen mögen: Nimm dir jetzt im Vorfeld Zeit ihnen zuzuhören. Bedanke dich bei ihnen für das, was sie dir Hilfreiches erzählen können, und weise sie in die Schranken wo sie zu vergessen drohen dass sie nur deine Berater sind, nicht deine Herrscher.

Die Zeit, die du im Vorfeld in diese vorbereitenden Arbeiten investierst, wirst du dadurch später mehrfach wieder hereinholen.

3. Die äußerlichen Voraussetzungen zum Programmieren lernen schaffen: Zeit und Raum

Im letzten Abschnitt habe ich geschrieben dass ich überzeugt davon bin, dass ein Mensch, der wirklich entschlossen ist, etwas zu lernen, auf Dauer nicht aufzuhalten ist. Allerdings gibt es dazu zwei Voraussetzungen: Zeit und Raum.

3.1 Erste Schritte – Zeit: Steter Tropfen höhlt den Stein

Zeit und Raum schaffen

Niemand war nach einer Stunde ein genialer Programmierer, genauso wenig wie irgendjemand nach einer Stunde perfekt Gitarre spielen kann. Alles worin wir gut sind hat sich über Zeiträume entwickelt, und je mehr wir uns mit etwas beschäftigen, desto besser werden wir darin.

Was es also braucht, um etwas Neues zu lernen, ist konkrete, freie Zeit. Dieser Kurs ist so aufgebaut, dass du ihn in der für dich passenden Geschwindigkeit und Vertiefung absolvieren kannst. Das hat den Vorteil dass du ihn deinen inneren und äußeren Rhythmen anpassen kannst. Du kannst mehrere Lektionen am Stück durchmachen, aber auch einzelne oder nur Teile davon, und du kannst sie auch mitten in der Nacht angehen.

Aber ein Mehr an äußerer Freiheit braucht als Widerpart die innere Disziplin, um konstruktiv zu sein. Manche lösen es, indem sie ihr Lernen und Üben einen bestimmten Zeitpunkt in der Woche zuweisen, zum Beispiel “immer Mittwoch abends ab 17 Uhr”. Andere arbeiten lieber mit Deadlines, zum Beispiel “bis Freitag 24:00 habe ich Lektion 5 geschafft”. Wieder andere schaffen es auch ganz ohne Systematik und “wurschteln” sich mit der Zeit durch einen Kurs.

Wichtig ist, dass man nicht nach einer Weile feststellen muss dass man nie dazu kommt weiter zu lernen und zu üben. Daher: Was funktioniert gut für dich und auch diejenigen die davon mitbetroffen sind?

3.2 Erste Schritte – Raum: Eine hilfreiche Umgebung schaffen

Organisatorisches zur Mathematik-Nachhilfe

Was unterstützt dich in deiner konkreten Umgebung beim Lernen, was ist eher hinderlich? Brauchst du eine kontrollierte Umgebung wie dein Arbeitszimmer, oder genießt du die Abwechslung wenn du draußen unterwegs bist? Programmieren zu lernen besteht aus mehreren Aspekten: dem Coden selbst, dem Verständnis für die Zusammenhänge und dem Entwerfen von Strukturen/Aussehen. Für das Coden selbst ist ein Computer/Laptop/Tablet fast alternativlos, einfach weil es z.B. am Handy ewig dauern würde das Ganze einzutippen. Aber um Zusammenhänge zu verstehen oder etwas zu entwerfen braucht man nicht immer den großen Bildschirm.

Was an deiner direkten Umgebung schenkt dir Ruhe und Sicherheit, was lenkt dich eher ab, oder erinnert dich an Dinge die noch zu erledigen sind? Manch einer genießt vielleicht Räucherstäbchen, oder räumt gerne die nähere Umgebung auf bevor er sich ans Lernen macht.

Was ist deine bevorzugte Art und Weise dir etwas zu notieren? In meinem Fall sind das lose Blätter Papier, mein Kalender und ein Bleistift/Kugelschreiber, und überall um meine Arbeitsplatz herum sind ständig welche verstreut in die ich mehr oder weniger geordnet irgendwelche Gedanken eintrage die mich gerade beschäftigen.

Wenn du dir deinen “heiligen Raum” schaffst in dem du dich wohl fühlst, wird dir das Programmieren lernen erheblich leichter fallen.

4. Die technischen Voraussetzungen schaffen: Programmier-Programme

Für die Webseiten-Programmierung braucht es erstaunlich wenig. In einer Minimal-Variante brauchst du:

  • einen Browser (Internet-Explorer, Firefox, Chrome, Safari, …), um den Code in Aktion zu sehen
  • ein Textbearbeitungs-Programm (Notepad, WordPad, …) zum bearbeiten des Codes und
  • (sobald PHP und Datenbanken ins Spiel kommen braucht es noch einen Webserver, aber dazu mehr im nächsten Kurs, in dem es es ausführlicher um PHP gehen wird)

4.1 Ein geeigneter Browser

Beginnen wir mit dem Browser. Je nachdem welches Betriebs-System du verwendest wird bei dir vermutlich ein anderer Browser vorinstalliert sein – bei Mac-Produkten wohl Safari, bei einem Windows-Rechner der Internet Explorer bzw. seine neuere Bezeichnung “Edge”. Die Browser Chrome und Firefox müssen bei Bedarf selbst installiert werden. Aber kann man nicht einfach die vorinstallierte Variante nutzen?

4.1.1 Warum es wichtig ist, einen geeigneten Browser auszuwählen

Man kann, aber man sollte etwas darüber wissen: Diese Browser interpretieren den Programmier-Code der Webseiten die sie anzeigen teilweise etwas unterschiedlich. Das bedeutet, dass eine Webseite auf unterschiedlichen Browsern betrachtet manchmal unterschiedlich aussehen kann.

Das ist deswegen so, weil neue Entwicklungen in den Programmiersprachen von den Browsern erst zu unterschiedlichen Zeitpunkten in neue Versionen übernommen werden. Ältere Neuerungen werden im Regelfall von allen gängigen Browsern unterstützt, aber bei ganz neu hinzugekommenen Funktionen kann man sich nicht immer darauf verlassen.

Wenn man sich nicht sicher ist, kann man Dienste wie www.caniuse.com verwenden. Wer z.B. “before” eingibt (ein Begriff aus der CSS-Programmiersprache) wird feststellen dass dies im Browser Safari noch rot ist, also noch nicht unterstützt ist, in vielen anderen Browsern aber schon.

4.1.2 Welche Browser sind eine gute Wahl für Web-Programmierer?

Ein guter Browser zur Web-Programmierung ist daher einer, der von möglichst vielen Menschen genutzt wird, weil dann das was man beim eigenen Testen sieht wahrscheinlich bei vielen anderen Besuchern der Webseite auch so aussehen wird. Laut dieser Wikipedia-Statistik ist sowohl auf dem Handy wie auch auf dem Desktop der Chrome-Browser mit Abstand am weitesten verbreitet (weit über 50%).

Ich selbst verwende im Alltag und zum ersten Testen meiner Webseiten gerne Firefox, den mag ich am liebsten, einfach weil ich es nicht ideal fände wenn meine Haupt-Suchmaschine und der Browser obendrein auf einem Google-System läuft. Außerdem mag ich das Plugin AdblockPlus so gerne dass mir z.B. in YouTube alle Werbungen automatisch wegblockt – bis ich jemanden kennenlernte der das Addon nicht installiert hatte war mir gar nicht klar dass es auf YouTube überhaupt Werbung geschaltet wird 😀 Aber das nur als Tipp am Rande. Für Chrome gibt es AdBlockPlus übrigens ebenso).

Würde ich einen Apple-Laptop benutzen würde ich zusätzlich zum vorinstallierten Safari noch Chrome oder Firefox installieren.

Egal für welchen Browser du dich am Ende entscheidest, wichtig ist zu wissen dass diese manchen Code unterschiedlich anzeigen, deswegen musst deinen Code vor Veröffentlichung einer Webseite immer auf verschiedenen Browsern testen!

Hier kannst du dir einen für dich geeigneten Browser herunterladen:

4.2 Ein geeignetes Programmier-Programm

Ein Programmier-Code ist im Grunde nichts anderes ist als Text. Trotzdem macht es einen Unterschied, ob man ein simples Texteditor-Programm wie Notepad oder ein “richtiges” Programmier-Programm verwendet. Was bringt dir ein gutes Programmier-Programm:

  • Einfärbungen: Es färbt dir den Programmiercode automatisch so ein dass er leichter zu lesen ist
  • Auto-Complete-Funktion: Es errät was du schreiben willst und nimmt dir Schreibarbeit ab. Sehr praktisch bei Klammer-Setzungen!
  • Auto-Format-Funktion: Wenn du größere Projekte hast ist es umso wichtiger dass der Code gut formatiert wird damit du alles wiederfindest.
  • Projekt-Strukturierung: Eine Webseite besteht im Normalfall aus mehr als einer Datei. So erhältst du einen guten Überblick darüber, was wohin gehört.

4.2.1 Meine Empfehlung für erste Schritte beim Programmieren lernen: Eclipse

Vermutlich gibt es viele gute Programmier-Programme, aber ich empfehle dir Eclipse. Das Ganze ist Open-Source, und damit kostenlos downloadbar. Es gibt verschiedene Versionen für verschiedene Programmiersprachen. Du brauchst für die Web-Programmierung die php-Version. Diese unterstützt die Sprachen HTML, CSS, PHP, JavaScript und noch weitere – also alles was du fürs Erste fürs Programmieren lernen brauchen wirst.

Vorher müssen wir jedoch noch einen anderen Schritt unternehmen: Wir müssen ein Java SDK bzw. JRE installierne.

4.2.2 Java SDK oder Java JRE installieren

Bevor du Eclipse auf deinem Computer installieren kannst, musst du noch ein anderes Programm installieren. Dieses nennt sich Java SDK oder Java JRE. Das sind 2 Versionen der selben Sache. Dies ist deswegen so, weil Programme, die mit der Programmiersprache Java programmiert worden sind, dieses SDK oder JRE brauchen, um zu funktionieren. Da auch Eclipse mit Java programmiert worden ist, brauchst du, bevor du Eclipse installieren kannst, eben noch diese Voraussetzungen.

Manchmal kann es vorkommen dass du auf deinem Computer bereits ein Java SDK oder Java JRE installiert hast. Dann kannst du diesen Schritt überspringen und gleich mit der Installation von Eclipse weitermachen.

Klicke dazu auf diesen Link, um eine aktuelles Java-Version herunterzuladen (“aktuell” bedeutet in diesem Fall vom Stand Juli 2020). Das musst du dann als erstes installieren, bevor du Eclipse installieren kannst.

Die Installation des Java SDK ist relativ einfach. Im Grunde musst du nur “Installieren” klicken. Falls auf deine Computer schon eine ältere Java-Version installiert war, wirst du nun gefragt, ob du die veralteten Versionen deinstallieren möchtest – das kannst du tun oder auch nicht. Dann kommt ein “Erfolgreich”-Fenster, und du wählst “Schließen”. Nun bist du bereit, auch Eclipse zu installieren 🙂

4.2.3 Eclipse installieren

Nachdem du dir Eclipse unter diesem Link heruntergeladen und die Datei ausgeführt hast, wirst du gefragt, welche Version du installieren möchtest.

Falls du noch kein Java SDK oder JRE installiert hast, bekommst du nun stattdessen eine Fehlermeldung, die ungefähr so aussehen könnte:

Java SDK fehlt

In diesem Fall müsstest du noch das Java SDK oder JRE installieren wie im vorherigen Schritt beschrieben. Ansonsten solltest du nun die Eclipse-Version auswählen können, die du für die Webseiten-Entwicklung brauchst.

Wähle die aus, bei der PHP dabei steht, genauer gesagt “Eclipse IDE for PHP Developers”. Dann brauchst du nur noch einen Installationspfad wählen, die Bedingungen akzeptieren, “Install” klicken und du solltest in etwa das hier sehen:

Eclipse Installation

Nachdem die Installation fertig ist, klickst du auf den grünen “Launch”-Button und das Programm öffnet sich.

Dann musst du noch einen Workspace-Ordner wählen, in dem Eclipse all deine Programmier-Projekte für dich speichert. Wähle hierzu am besten einen Ordner, den du nicht versehentlich löscht, aber leicht wiederfinden kannst. Bei mir ist es zum Beispiel ein Unterordner am Desktop. Wenn du das Häkchen bei “Use as default” machst, fragt dich Eclipse nicht jedes Mal neu nach dem Workspace.

Dann kann es noch sein, dass du dieses Fenster zu sehen bekommst:

Eclipse Certificates

In diesem Fall klicke einfach auf den “Select All”-Button. Dann mach das Häkchen bei “Remember accepted certificates” und bei “Always accept certificates”. Am Ende klickst du auf den Button “Accept selected”. Das wars.

Am Ende sollte sich dein Programmier-Programm dir in etwa so zeigen:

Eclipse Startbildschirm

Alternativ kann es beim ersten Programmstart auch sein, dass eine Art Willkommens-Bildschirm zu sehen ist. Den schließt du, indem du auf das kleine X klickst. Dann solltest du das Bild oben vor dir haben. Nur sind bei dir im Project Explorer natürlich noch keine Projekte, weil wir ja noch keine angelegt haben 😉

Tadaa! Du hast nun alles was du im Vorfeld brauchst um mit dem Programmieren zu beginnen!

Falls du dich fragst, warum das “nur” eine englische Übersetzung ist – es gibt auch eine deutsche, aber die ist etwas kompliziert zu installieren. Doch keine Angst: Da wir nur wenige Funktionen von Eclipse überhaupt nutzen werden, wirst du die Übersetzungen gar nicht brauchen. Ich werde es ohnehin mit der englischen Version erklären, dann findest du die richtigen Stellen schon. Und da die meisten Programmiersprachen auf Englisch basieren, schadet das kleine Training auch nicht 😉

4.2.4 Alternativen für Apple-Computer

Falls du auf einem Apple-Computer arbeitest: Es gibt auch dort Eclipse zum Downloaden. Allerdings kostet es im App-Store etwas. Ein Grund, warum ich Apple nicht ausstehen kann ist, dass dort alles etwas kosten muss, was man sonst kostenlos finden kann… Es gibt ansonsten noch ein Programm namens TextWrangler im App-Store, das kostenlos ist und zumindest die Einfärbung der Syntax unterstützt.

Anmerkung: In der weiteren Folge des Kurses werde ich in meinen Beispielen mich hauptsächlich auf das Arbeiten mit dem Programmier-Programm Eclipse und dem Browser Firefox beschränken. Da ich selbst keinen Apple-Computer habe, weiß ich nicht, wie manche Dinge dort funktionieren. Wenn ich zum Beispiel von einem “Rechtsklick” spreche oder schreibe, dann meine ich das Aufklappen eines Menüs in Windows. Auf einem Apple-Computer funktioniert das irgendwie anders. Am besten absolvierst du den Kurs also auf einem Windows-Rechner, mit Eclipse und dem Browser Firefox.

Und nun haben wir alle Voraussetzungen geschaffen, um mit der Programmierung loslegen zu können! Im nächsten Kapitel erstellen wir unsere erste kleine eigene Mini-Webseite. Los geht’s! 🙂

Du hast nun:

  • Die Entscheidung getroffen das Programmieren zu lernen
  • Deine inneren Widersacher zu deinen hilfreichen Ratgebern gemacht
  • Dir Zeit und Raum geschaffen um gut lernen zu können
  • Einen geeigneten Browser und ein Programmier-Programm gefunden und installiert
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