Hallo liebe bunterrichten-Freunde,

es gibt so einiges zu erzĂ€hlen – hier eine erste Übersicht:

Komplett-Überarbeitung der Webseite

So manchem wird wohl schon aufgefallen sein, dass sich die bunterrichten-Webseite im Laufe der letzten Wochen stark verĂ€ndert hat. Das wird auch in Zukunft noch so weitergehen, aber der grĂ¶ĂŸte Brocken ist erstmal geschafft.

Wer den Verlauf nachvollziehen möchte, kann dies hier tun. Das ist der Link zum Anfang einer Artikel-Serie, innerhalb der ich einige Hintergrund-Informationen zum Prozess zusammengeschrieben habe. Mag ja den einen oder anderen interessieren.

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Mein erstes Buch: “Barfuß fĂŒhrt dein Weg dich weiter”

Die wichtigste Neuigkeit, oder zumindest die, auf die ich am meisten stolz bin: in gut 4 Wochen erscheint mein erstes Buch! Es trĂ€gt den stolzen Titel “Barfuß fĂŒhrt dein Weg dich weiter”, und wenn man den vielen Testlesern glauben darf, ist es “verdammt gut” geworden 🙂

Im Laufe der nĂ€chsten Wochen werde ich dann ĂŒber diesen Newsletter jeweils 2 Geschichten aus dem Buch veröffentlichen, eine davon mit Illustration meiner lieben Freundin Kordula, die einige der Geschichten fĂŒr das Buch illustriert hat.

Hier gleich mal die ersten zwei, zum Vorfreude wecken:

#Niemand hÀtte etwas tun können

#12 Niemand hÀtte etwas tun können

Er war ein Niemand der Straße. Einer der Gesichtslosen, die der unaufmerksame Passant sofort als Penner aus seiner Wahrnehmung verbannte. Der gedankenverloren Melodien aus besseren Tagen nachsann und sich selbst auf seiner alten, nicht mehr stimmbaren Gitarre begleitete.

Lange schon hatte er verstanden, dass es ohnehin niemanden interessierte, wie gut er spielte oder wie genau er einen Ton traf. Manche warfen ihm etwas in den Hut, andere gingen achtlos an ihm vorbei, aber was er tat, interessierte niemanden. Das Geld, das gerade eben zum BesĂ€nftigen des Hungers reichte, bekam er bedingungslos. Alles, was er darĂŒber hinaus brauchte, etwa um die Miete fĂŒr ein Zimmer zu bezahlen oder gar so etwas wie tatsĂ€chlich beachtet zu werden, war ihm seit zu vielen Jahren verwehrt geblieben, als dass er sich noch Hoffnungen darauf machte.

Umso mehr verwunderte es ihn nun, als er aufblickte und ein junges MĂ€dchen mit vielleicht neunzehn Jahren vor sich stehen sah. Eine Weile lauschte sie still seiner Musik, und fast fĂŒhlte er so etwas wie eine Verbindung zwischen ihnen aufkommen.

Doch das war natĂŒrlich lĂ€cherlich. Das MĂ€dchen war gut gekleidet, kam sichtlich aus einem völlig anderen Umfeld als er selbst. Vielleicht war sie eine Sozialarbeiterin, die ihm eine Freude machen wollte. Eigentlich war es ihm ja auch gleichgĂŒltig. Er spielte, sie hörte zu, und der Regen, der auf das Wellblech seines Unterstandes trommelte, lieferte den Rhythmus fĂŒr seine Melodien.

Erst als sie bereits lange gegangen war, kam ihm ein Gedanke, fĂŒr den sein sozial eingerostetes Empfinden zu lange gebraucht hatte, ihn zu formen, als dass er noch etwas unternehmen hĂ€tte können: Nur ein Mal in seinem Leben hatte er solch traurige Augen an solch einem Kind gesehen. Es war eine Traurigkeit gewesen, die ihn trotz all der Jahre der Lethargie nun in einer Weise zu ĂŒberfluten drohte, wie es der nie zu enden scheinende Regen niemals vermocht hatte.

Es waren dieselben Augen wie damals gewesen. Damals, als er zu beschÀftigt gewesen war, in diese Augen zu blicken, um das drohende Ende zu sehen. Er hÀtte sie retten können, damals. HÀtte seine Frau retten können, und sich selbst mit ihr. Doch er war zu beschÀftigt gewesen. Nun lag sie unter der Erde, und er war von einem Jemand zu einem Niemand geworden.

Ein Niemand, der gerade die Chance, den Fehler seines Lebens wiedergutzumachen, verstreichen lassen hatte, weil er die Kluft zwischen diesem Kind und sich selbst als zu weit gewÀhnt hatte. Es waren dieselben Augen gewesen. Augen, die still nach Hilfe schrien. Sie war zu ihm gekommen, weil sie sich in seinen Augen erkannte.

Überall glaubte er nun sie zu sehen, als Schatten im Nebel, entlang der Ufer des Flusses stehen, bereit, sich hineinzustĂŒrzen, oder auf den Schienen liegend. Er rief in die Dunkelheit, verfolgte Schatten, doch er wusste, dass er sie nicht finden wĂŒrde.

In ein paar Tagen wĂŒrde er in einer der Gratis-Zeitungen lesen, dass ein junges MĂ€dchen tot aufgefunden worden war, aus gutem Hause, ohne ersichtlichen Grund, und Tage darauf wĂŒrde die Welt sie vergessen haben. Doch ihn wĂŒrden diese Augen verfolgen, wohin er auch wanderte.

Denn zum ersten Mal seit Jahren hÀtte Niemand etwas tun können.

Diese und mehr Geschichten findest du in meinem Buch “Barfuß fĂŒhrt dein Weg dich weiter”.

#42 Das Amulett

„Möge es dich begleiten“, hatte der Freund gemeint, und ihm das Amulett in die Hand gedrĂŒckt, „ich habe es dir aus Nepal mitgebracht“. Es war nicht irgendein Mann gewesen, sondern derjenige, dessen Geschichten ihn stets beeindruckt hatten. Geschichten von fernen LĂ€ndern, von sozialen Projekten.

Es war der Mann gewesen, der „Ingenieure ohne Grenzen“ ins Leben rufen wollte, eine Schwesterorganisation der bekannten Ärzte ohne Grenzen, die freiwillige Ingenieure aller Nationen um sich versammeln wĂŒrde, um in Ă€rmeren LĂ€ndern fĂŒr eine flĂ€chendeckende Versorgung mit Wasser, Strom und weiterer Infrastruktur zu sorgen.

Alle paar Monate jedoch wĂŒrde er zurĂŒckkehren, zu jenem Ort, an dem sich ihre Wege immer wieder aufs Neue zu kreuzen pflegten. Nun wĂŒrde er wieder fĂŒr einige Monate abreisen, und den JĂŒngeren trĂ€umend zurĂŒcklassen, selbst ebenso eines Tages die Welt zu verĂ€ndern.

Jeden Morgen, wenn er aufwachte, wĂŒrde er es nun um seinen Hals fĂŒhlen, das Amulett des Älteren, und von einer Zukunft trĂ€umen, in der er selbst einer jener MĂ€nner sein wĂŒrde. Sein Geist begleitete ihn durch den Tag, leitete ihn durch schwierige Entscheidungen, war da fĂŒr ihn wie ein gĂŒtiger Vater. Lange hörte er nichts von dem Anderen, und doch fĂŒhlte er sich nicht allein gelassen, fĂŒhlte sich beschĂŒtzt, begĂŒnstigt, beinahe auserwĂ€hlt. Hatte nicht er jenes Amulett erhalten, war es nicht seine Bestimmung, dem Älteren nachzufolgen, Großes zu leisten?

Und so hatte er dann auch seine Ängste ĂŒberwunden, war in die Ferne gereist, um das Leid mit eigenen Augen zu sehen, von dem der Freund so oft gesprochen hatte. Es war nicht genug, sich ĂŒber etwas zu beschweren. Nein, er wĂŒrde handeln, wĂŒrde helfen, wĂŒrde heilen und gesund machen. Also bereiste er ferne LĂ€nder, gab den Armen und suchte ihre NĂ€he. Suchte, einer von ihnen zu werden, auf dass er sie aufrichten, dass er ihnen Hoffnung schenken konnte.

Das Amulett war immer bei ihm, schenkte ihm Kraft, wo der Wille schwach zu werden drohte. Was war sein Leid gegen das Leiden der mittellosen Massen, was war seine selbstgewÀhlte Marter gegen die Machtlosigkeit der Trostlosen? Er war so schwach, so lÀcherlich schwach angesichts des Leids, das ihm entgegenschwappte! Sein Wille musste eisern sein, durfte die Hoffnung nicht aufgeben, musste den Massen ein Leuchtfeuer der Hoffnung im Dunkel ihrer Armut sein.

Und so lernte er mit der Zeit, das Leiden auszuhalten, ihm zu widerstehen und den Massen zu helfen. Sich und ihnen geistige FreirÀume in ihrer Not zu schaffen, von denen aus sie ihr Schicksal in die Hand nehmen konnten. In einem umgebauten Bus fuhr er in die Favelas, um den Armen TrÀume zu schenken.

Als er Jahre spĂ€ter wieder zu jenem Ort, an dem er einst das Amulett erhalten hatte, zurĂŒckkehrte, wirkte er gezeichnet von seinen Erfahrungen in der Fremde. Doch die Jahre hatten ihm auch tiefe LachgrĂŒbchen geschenkt, und sein Schritt, nun etwas gefestigter, war von kraftvoller Federung.

Kaum jemand erkannte in ihm noch den JĂŒngling von einst mit der unsicheren Stimme und den vertrĂ€umten Augen. Das Lederband, mit dem er das Amulett einst um seinen Hals befestigt hatte, war gerissen, das Amulett verloren, doch der Geist des Älteren noch lebendig wie am ersten Tag.

Und so war es fĂŒr ihn ein Schock, den Anderen so an jenem Ort wiederzutreffen, an dem er vor so vielen Jahren einst das Amulett erhalten, das ihn auf seinen Weg gebracht hatte. Der alte Freund, der ihm den Weg gewiesen, wirkte verstört, sein Blick war gehetzt und der untere Teil seines Gesichtes auf seltsame Art und Weise nach vorne verschoben.

Er hatte genĂŒgend Zeit in den Untiefen der Favelas verbracht, um zu erahnen, was geschehen war. Irgendwann auf seiner Reise musste der Ältere den gefĂ€hrlichen Lockungen erlegen sein, die ihm von Entspannung und Frieden flĂŒsterten. Opium vielleicht. Oder Heroin. Seine Hand umklammerte das kleine Halsband in der Tasche, das er von dem Artensano in Bolivien fĂŒr den Freund erstanden hatte, und das er dem großen Vorbild als Zeichen seiner Dankbarkeit hatte schenken wollen.

Als er es dem Älteren umlegte, klĂ€rten sich die Wolken in dessen Augen fĂŒr kurze Zeit. Ein LĂ€cheln zog sich ĂŒber sein Gesicht, als er die LachgrĂŒbchen des JĂŒngeren ausmachte.
„Danke, dass du mich wieder zu lachen gelehrt hast“, sagte der Ältere.
„Danke, dass du mich einst zu leiden gelehrt hast“, erwiderte der JĂŒngere.

Und zusammen staunten sie ĂŒber die unergrĂŒndlichen KreislĂ€ufe des Lebens, die sie beide, das Leiden und das Lachen, immer wieder zusammenzufĂŒhren pflegte.

Diese und mehr Geschichten findest du in meinem Buch “Barfuß fĂŒhrt dein Weg dich weiter”.

Ich brauche eure Hilfe – und was auch du davon hast

Ab Erscheinungsdatum ist das Buch fĂŒr 5 Tage lang als eBook kostenlos auf Amazon downloadbar. Das sollten möglichst viele Menschen, die sich dafĂŒr interessieren könnten, im Vorfeld mitbekommen. Bitte erzĂ€hl daher Freunden & Bekannten davon, bzw. teile diesen Newsletter mit deinen sozialen Netzwerken. Du kannst dafĂŒr auch diesen Link benutzen, der fĂŒhrt direkt zum Facebook–Beitrag, den du dann mit einem Klick an dein Netzwerk teilen kann:

Jeder, der auf Amazon eine Bewertung zum Buch schreibt (was nach Download der kostenlosen eBook-Version möglich ist) und mir den Link zur Bewertung als Nachweis per Mail zukommen lĂ€sst, erhĂ€lt von mir als Dankeschön einen Rabatt-Gutschein von 2€ auf die Taschenbuch-Version.

Ab 100+ so zustandegekommenen Bewertungen erhĂ€ltst du von mir als Dankeschön stattdessen einen Rabatt-Gutschein von 4€ auf die Taschenbuch-Version. So haben wir alle was davon.

Ich werde – weil ich Spam-Mails ebensowenig mag wie andere auch – einen jeden meiner Freunde & Bekannten genau 1x direkt anschreiben. Wer weiter ĂŒber das genaue Erscheinungsdatum informiert werden möchte: bitte entweder selbststĂ€ndig hier vorbeischauen, was es Neues gibt, oder rechts den Newsletter abonnieren. Und auch gerne andere auf diese Möglichkeit aufmerksam machen. Wenn das zumindest jeder Zweite von euch macht, hat das Buch realistische Chancen, das Publikum zu erreichen, das es auch verdient hat.

Ich werde 250-300 Taschenbuch-Exemplare drucken lassen, daher man kann auch Exemplare bei mir direkt erwerben. Vorbestellungen (eine Mail mit Name + Anzahl der gewĂŒnschten Exemplare reicht) werden bevorzugt behandelt und kommen womöglich (je nachdem, wie lange der Druck dauert) sogar schon vor dem offiziellen Release-Termin an. In dem Fall erhalten alle Vorbesteller von mir entsprechend Nachricht.

So, das wars erstmal von mir. Bis bald!
Niklas

Nun also war der letzte Tag angebrochen.
Bis hierher hatte er es ganz gut ausgehalten. Hatte sich beschĂ€ftigt. Schließlich gab es noch so viel zu tun. Einkaufen. AufrĂ€umen. Abschließen, was knapp ein Jahr zuvor begonnen worden war. Ein Ende finden, das tragbar war, ĂŒbertragbar, in ein neues Jahr, mit neuen Aufgaben und Herausforderungen. Das hier wĂŒrde weitergehen. Er wĂŒrde weitergehen. Nur die Wege, die wĂŒrden sich trennen.

Als die anderen eintrafen, wurde viel gesprochen, wurde wenig gesagt. Rasch merkte er, dass er niemals fertig werden wĂŒrde mit all dem, was er sich vorgenommen hatte. Einige der Kinder fingen von sich aus an, sich nĂŒtzlich zu machen. Manche Eltern erschienen, bereits frĂŒher als erwartet. Die RĂ€umlichkeiten, mit denen er ursprĂŒnglich geplant gehabt hatte ,standen nun spontan doch nicht zur VerfĂŒgung. Improvisieren. Sich beschĂ€ftigen. Nicht nachdenken. Bald war es vorbei.

Als der Junge die Gitarre aus der Hand gab, strahlte er, ein Lichtblick, verkannt im allgemeinen Trubel. Wochenlang hatte er auf diesen Moment hingeĂŒbt gehabt, hatte mit sich gerungen, ob er sich trauen sollte oder nicht. Hatte sich getraut. GlĂŒckwunsch! Auch die anderen kleinen Darbietungen der Kinder waren nun durch. Der Moment. Nun war es also soweit.

Eine Woche lang hatte er sich hingesetzt und sich jeden Tag vorgestellt, was er ihnen noch sagen wĂŒrde. Eine kleine Rede hatte er sich vorgestellt. „Was ich euch noch sagen wollte“. Was blieb zu sagen, in den wenigen Minuten? Wie in Worte fassen, was ihn schier zerriss?

Als er ansetzte zu sprechen, wurde es stiller, und als die Versammelten erkannten, dass er nicht laut sprechen wĂŒrde, völlig still. Es war schwierig zu sprechen, jedes Wort ein Kampf. Und plötzlich, in die Stille, das Klatschen einer der Jugendlichen. Er verlor irritiert den Faden, alles ZeitgefĂŒhl, und brachte seine Rede rascher zu Ende als geplant, weil er wĂ€hnte, bereits Stunden gesprochen zu haben.

SpĂ€ter entspannte sich die Stimmung etwas, und einige der Erwachsenen saßen recht gemĂŒtlich zusammen, wĂ€hrend die Kinder nebenbei spielten. Er fĂŒhlte sich elend, freute sich darauf, dass alles vorbei sein wĂŒrde, wollte es sich aber nicht anerkennen lassen.
„Ich bin heute ein wenig ĂŒberfordert“, meinte er entschuldigend.
„Ja, warum hast du uns denn dann nicht um Hilfe gebeten?“, hatte eine Ă€ltere Dame geantwortet.

Ja, warum nicht? Die Frage kam ihm nun, Monate spĂ€ter, wieder in den Sinn, und die Antwort, die ihm in den Sinn kam, war irritierend: es war ihm schlicht gar nicht in den Sinn gekommen. Er hatte die unausgesprochene Überforderung aller mit der Situation gespĂŒrt, und offenbar ganz automatisch versucht, sie fĂŒr alle anderen auszuhalten. Hatte anderen Sicherheit schenken wollen, wo er doch innerlich selbst derart zerrissen gewesen war.

Das war, rĂŒckblickend betrachtet, auch der wahre Grund gewesen, warum sich schlussendlich die Wege getrennt hatten. Er war nicht bereit oder fĂ€hig gewesen, seine eigenen Begrenzungen anzuerkennen, und entsprechend zu handeln. Er hĂ€tte frĂŒher fĂŒr ĂŒberschaubarere VerhĂ€ltnisse sorgen mĂŒssen, aber er hatte sich davor gescheut. Oder um Hilfe bitten mĂŒssen, und auch das war ihm offensichtlich damals noch nicht gelungen. Wozu diese ohmĂ€chtigen Allmachts-Fantasien von Ich-komme-schon-zurecht?

SpĂ€ter hatte man ihm erzĂ€hlt, der klatschende Jugendliche wĂ€re ehrlich begeistert gewesen von seinen Worten. Gern hĂ€tte er dem Jungen nachtrĂ€glich dafĂŒr gedankt.

Ein bisschen lĂ€cherlich fĂŒhlte er sich schon. Seit lĂ€ngerem hatte er sich gefragt, warum er eigentlich tatsĂ€chlich nie Alkohol trank, und war der Antwort bisher immer ganz gut aus dem Weg gegangen. Jedes Wochenende war es ein sich wiederholendes PhĂ€nomen, dass der am wenigsten Betrunkene die anderen nach Hause brachte, und ĂŒber die letzten zehn Jahre war er des Öftern dieser am wenigsten Betrunkene gewesen. Immer wieder war er gefragt worden, warum er nichts trinke, und im Grunde war ihm kein sinnvoller Grund eingefallen, dafĂŒr aber die sich schlau anhörende Antwort „Warum sollte ich schon etwas trinken?“. Das brachte ihm meistens entweder Respekt ein oder ein zum Schweigen gebrachtes GegenĂŒber, das ihn fortan mit dieser Frage in Ruhe ließ und sich andere, willfĂ€hrigere GefĂ€hrten fĂŒr seine alkoholischen Genusserlebnisse suchte.

Fragen hatten die bedrohliche Eigenschaft, dass sie nach Antworten verlangten. Und weil er es geĂŒbt war, anderen Fragen zu stellen, die sie in der Tiefe aufwĂŒhlten und die Wahrheit ans Licht brachten, war der Versuch einer Verteidigung gegen die ihn nun mit sich selbst konfrontierenden Fragen im Grunde zwecklos. Fast drei Monate war er den Fragen nun recht erfolgreich ausgewichen, nun aber zerrten sie die Antwort gnadenlos in sein Bewusstsein: ja. Es mochte von außen kaum erkennbar sein, mochte als mentale StĂ€rke, als ĂŒberragende Selbstkontrolle interpretiert werden, aber im Grunde war er doch in seinem mangelnden Vertrauen auf sich selbst zurĂŒckgeworfen.

Doch einmal zugelassen, brachten die Fragen noch ganz andere unerwĂŒnschte Folgefragen in sein Bewusstsein. Er hatte sich mit verdĂ€chtig vielen Menschen umgeben, die ihn brauchten. Wenn er von anderen gebraucht wurde, so war es wohl selbstverstĂ€ndlich, fĂŒr den anderen da zu sein. Er selbst brauchte niemanden. War der große Held, der zwar bisweilen ein wenig an seiner ÜberschĂ€tzung, an seiner Selbstaufopferung litt, aber er kam klar. Zwei Tage im Bett, alles wieder gut.

Entwicklungshilfeprojekte kam ihm in den Sinn, und dass diese hĂ€ufig AbhĂ€ngigkeits-Situationen kreierten, die dann – um als Projekt Spenden etc. lukrieren zu können und die Initiatoren zu ihrer Arbeit zu berechtigen – darauf angewiesen waren, dass es weiter Menschen gab, die sie auch brauchten. Die damit ein – oft unbewusstes – Eigeninteresse daran hatten, dass es den ihnen anvertrauten Menschen nie so gut ging, dass sie selbst ĂŒberflĂŒssig wurden. Hatte auch er Menschen, denen er angeblich „half“, durch seine eigene Notwendigkeit, „Helfer“ zu sein, geschadet?

Die Antwort tat weh, denn wenn er ehrlich zu sich selbst war, musste er auch diese Frage bejahen. Er hatte Menschen um sich gebraucht, die ihn brauchten, um sich der Frage zu entziehen, was er selbst brauchte. Er hatte diese Menschen gefunden, gewissermaßen an sich gebunden, um nie in die Situation zu kommen, nicht im Außen gebraucht zu werden. Ehrlichkeit tat weh, war schwer auszuhalten, aber nach all den Jahren spĂŒrte er auch, dass es nun kein ZurĂŒck mehr gab, dass er sich nun endlich dem stellen musste, was er all die Jahre erfolgreich vermieden hatte.

Sie hatte ihn sicher heimgebracht, hatte ihn etwas ausgelacht und gemeint: „Das nennst du ‚dich betrinken‘?“, aber darum war es nicht gegangen. Er hatte ihr vertraut. Sie hatte sein Vertrauen gerechtfertigt. Erstaunt wurde ihm bewusst, dass er nun gefĂŒhlt wieder freier atmen konnte, dass sich ihm eine Welt der Möglichkeiten eröffnete, die er vor vielen Jahren aus Unwissenheit und Verletztheit bereits abgeschrieben hatte. Liebe durchströmte ihn, Neugier auf diese Welt, die nur darauf wartete, entdeckt, erfĂŒhlt, erschmeckt, erlebt zu werden. Sie lĂ€chelte ihn im Dunkeln an.

Nun endlich, nach beinahe zehn Jahren, war er nun endlich nicht mehr in letzter Konsequenz allein.

„Ich habe ein neues Auto, da wird die Couch nicht reinpassen“, meinte er zu dem Freund, doch der winkte ab. „Die passt schon rein!“
Also waren sie zu der angegebenen Adresse gefahren, hatten geklingelt, und ein leicht abwesender junger Mann hatte geöffnet.
„Das ist sie also“, sagte der Freund, und: „Das ist sie“, der EigentĂŒmer. Und: „Sobald sie aus der TĂŒr ist, will ich nichts mehr mit ihr zu tun haben.“
„Die passt niemals in mein Auto“, warnte er den Freund, doch der gab sich zuversichtlich: „NatĂŒrlich passt sie rein, du wirst schon sehen.“

Einige Minuten spĂ€ter standen sie vor der verschlossenen TĂŒr der Wohnung, nachdem sich der ursprĂŒngliche EigentĂŒmer mit einem Grinsen verabschiedet hatte.
„Und wie bringen wir sie jetzt die Treppe herunter?“, fragte er, Böses ahnend, den Freund, der einen weiteren Freund nannte. Ein Passant bot seine Hilfe an, und so truegen sie nun zu viert die Couch die zwei Stockwerke herunter in den Vorgarten.
„Lasst uns das Auto holen“, meinte er, und zum Freund, der unentschlossen dreinsah, „Wie groß ist die Chance, dass vier Diebe gleichzeitig hier in diesen Vorgarten kommen und in den paar Sekunden die Couch wegschleppen werden?“

NatĂŒrlich passte die Couch nicht in das Auto, nicht einmal ansatzweise, auch wenn der Freund darauf bestand, es zumindest zu probieren, was dem  Auto erste Gebrauchsspuren zufĂŒgte.
„Dann holen wir eben den Rollwagen“, entschied der Freund.
„Und schieben die Couch die ganze Strecke bis zu dir nach Hause?“, fragte er unglĂ€ubig.

Es musste ein ungewöhnlicher Anblick fĂŒr die Passanten gewesen sein, als drei lachende MĂ€nner mit einer Couch auf einem Rollwagen durch die ganze Stadt liefen, aber niemand sprach sie darauf an, wohl weil von außen schwerlich zu erkennen war, ob es ein ausgelassenes oder ein irrsinniges Lachen war. Angekommen in der Wohnung des Freundes entstand nun das nĂ€chste Problem: Die Couch passte nicht in den Lift, und als auch dieses Problem durch viel Schieben und der Hilfe eines zufĂ€llig vorbeikommenden Inders gelöst worden war, passte sie nicht durch die EingangstĂŒr der Wohnung.
„So, perfekt“, meinte der Freund, als auch dieses Problem mit ein wenig sanfter Gewalt ĂŒberwunden war.
„Die Couch besetzt gut 50% deiner WohnflĂ€che.“
„Meine neue Wohnung wird grĂ¶ĂŸer sein.“
“Dein Optimismus grenzt an Idiotie.”
“Die Dummen haben das GlĂŒck.”

„Ich brauche deine Hilfe!“, rief der Freund einige Wochen spĂ€ter durch das Telefon, „Ich muss heute abend ausgezogen sein!“
„Und das fĂ€llt dir erst jetzt ein?“, fragte er unglĂ€ubig.
„Hilfst du mir oder hilfst du mir nicht?“
„NatĂŒrlich. Wann soll ich da sein?“

Als er eintraf, hatte der Freund den Großteil seiner Sachen bereits gepackt, bis auf-
„Die Couch!“, rief er, sich erinnernd, aus. „Was machen wir mit der Couch?“
„Ein Freund wird sie morgen abholen. Heute hat er keine Zeit mehr.“
„Aber du musst doch heute die Wohnung ausrĂ€umen!“
„Wir stellen sie wo fĂŒr ihn unter.“

Einige Stunden spĂ€ter, als der Rest der Sachen des Freundes verstaut war, trieb jener GlĂŒckspilz noch spontan zwei Helfer auf, um die Couch auf dem Rollwagen aus der Wohnung zu bringen.
„Wohin bringen wir das Ding?“, fragte einer der Helfer, misstrauisch, als er sich auf einem kleinen Feldweg wiederfand.
„Ich wĂŒrde sie zum Supermarkt stellen, da kommen tagtĂ€glich viele Menschen vorbei. Irgendwer freut sich bestimmt darĂŒber“, meinte der Freund.
„Ich dachte, dein Bekannter holt sie sich morgen?“
„Vielleicht stellen wir sie auch hier hin. Hier ist es schön ĂŒberdacht und sie wird nicht kaputt, wenn es regnet.“
„Hast du zumindest eine Announce auf Ebay ode so geschaltet?“
„Das werde ich noch.“
„Mit ‚Selbstabholung unter der BrĂŒcke‘?“
Der Helfer erntete ein anerkennendes Grinsen.
„Wir verstehen uns.“

Zwei Tage spĂ€ter konnte ein Ă€lterer Mann sein GlĂŒck kaum glauben: da stand doch tatsĂ€chlich eine saubere, gemĂŒtlich aussehnde Couch unter seiner LieblingsbrĂŒcke, die man sogar in ein gemĂŒtliches Bett umwandeln konnte! Das war das Zeichen, auf das er gewartet hatte. Gott meinte es am Ende also doch gut mit ihm. Es wĂŒrde wieder aufwĂ€rts gehen. Und zum ersten Mal seit vielen Jahren auf der Straße schlief er ruhig und ohne Angst ein, vertrauensvoll sich hingebend der DĂ€mmerung, voller Hoffnung auf den Anbeginn eines neuen Lebensabschnitts.

Sie waren gekommen, um zu helfen. Ein ganzes Dorf hatte Hunger gelitten, und die örtliche Regierung sah sich außerstande, die Krise zu beenden. Also waren die beiden GeschĂ€ftspartner aus den Staaten ihrem Herzen gefolgt und hatten sich bereit erklĂ€rt, ein Projekt auf die Beine zu stellen, das den Hunger auch langfristig besiegen helfen wĂŒrde. Spendengelder waren schnell aufgetrieben, wenn Fotos trauriger indigener Kindergesichter fĂŒr Plakate vorhanden waren. Und so waren sie beinahe selbst ĂŒberrascht gewesen, als sie sich einige Monate nach dem ersten Spendenaufruf nun tatsĂ€chlich in dem Dorf nahe Lima wiederfanden. Die Finanzierung war gedeckt, der Auftrag war klar: helfen, den Hunger zu besiegen. FĂŒr die armen Kinder. FĂŒr immer.

Also hatten sie in Lima von einem GroßhĂ€ndler Nahrung gekauft, um es mit einem Lastwagen in das verarmte Dorf zu bringen und dort zu verteilen. Gierig waren die Bewohner ĂŒber die EssensvorrĂ€te hergefallen. Als trauten sie dem Frieden nicht und wollten sichergehen, dass die Bohnen und der Reis bereits im Magen war, wenn der Haken an der Sache klar wurde. Hier in den Dörfern lernte man frĂŒh, Geschenke Fremder dankend anzunehmen, ohne erst nach den BeweggrĂŒnden zu fragen. Ausgenutzt waren sie bereits genug worden von den Gringos mit ihrem ĂŒberheblichen und selbstzufriedenen Grinsen, warum nicht auch hin und wieder etwas davon haben?

SpĂ€ter, nachdem die grĂ¶ĂŸte Not abgewendet worden war, hatten sie eine Schule eröffnet, um den armen indigenen Kindern und Erwachsenen auch so etwas wie Bildung ermöglichen zu können. Doch niemand hatte sie besucht, denn die Kinder wurden gezwungen, auf den Feldern mitzuarbeiten. Erst, als die tĂ€glichen Essensrationen davon abhĂ€ngig gemacht wurde, ob die Kinder auch tatsĂ€chlich die Schule besuchten, freuten sich Volunteer-Lehrer aus aller Welt ĂŒber große Kinderaugen, die ihnen das GefĂŒhl gaben, etwas Sinnvolles fĂŒr die Welt zu tun. Von ihnen lernten die jungen Peruaner vieles: Englisch, mit Computern umzugehen, Gitarre spielen, Kapitalismuskritik (auch wenn die wenigsten der Kleinen auch nur das Wort aussprechen konnten). In unzĂ€hligen unbezahlten Arbeitsstunden bereiteten ĂŒbermotivierte Freiwillige aus aller Welt die Kinder aus dem armen Dorf auf weiterfĂŒhrende Schulen und sogar fĂŒr UniversitĂ€ten vor.

Einige Jahre spĂ€ter bekamen die beiden GeschĂ€ftspartner Heimweh und beschlossen, doch wieder in ihre Heimat in den Staaten zurĂŒckzukehren. Der Hunger war besiegt, die Kinder genossen eine gute Schulbildung und hatten echte Chancen in der Gesellschaft. Auch die Spender konnten zufrieden sein. Der Auftrag war erfĂŒllt, Zeit, die Zelte abzubrechen. Einer der Einheimischen, Chico, warnte davor, das Dorf jetzt im Stich zu lassen, doch sie hatten nach all den Jahren genug von Peru. Er solle sie fĂŒr das nĂ€chste halbe Jahr noch vertreten und die Hilfe langsam auslaufen lassen, dann blieben nur noch Abschlussberichte zu schreiben und die Freude, tatsĂ€chlich etwas beigetragen zu haben, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Chico’s Nachricht, die einige Wochen spĂ€ter bei ihnen einlangte, war jedoch verstörend. Das Projekt hatte zwar geholfen, den Hunger kurzfristig zu besiegen, doch niemand konnte langfristig etwas verkaufen, wenn gleichzeitig dieselben Produkte verschenkt wurden, und so hatten alle Produzenten aufgeben mĂŒssen. Es gab nichts mehr zu kaufen. Die Kinder der Produzenten waren alle in die Stadt gezogen, um dort zur Schule zu gehen, und die alten konnten das Land nicht ohne ihre Hilfe bewirtschaften. Die Not war schlimmer als jemals zuvor. Denn einst war es nur der Hunger gewesen, aber Hunger hatten sie immer gekannt und gelernt, mit ihm zu leben. Was neu war, war die AbhĂ€ngigkeit und die Hilflosigkeit, in die sie die „Entwicklungshilfe“ gebracht hatte.

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Er war ein Niemand der Straße. Einer der Gesichtslosen, die der unaufmerksame Passant sofort als Penner aus seiner Wahrnehmung verbannte. Der gedankenverloren Melodien aus besseren Tagen nachsann und sich selbst auf seiner alten, nicht mehr stimmbaren Gitarre begleitete. Lange schon hatte er verstanden, dass es ohnehin niemanden interessierte, wie gut er spielte oder wie genau er einen Ton traf. Manche warfen ihm etwas in den Hut, andere gingen achtlos an ihm vorbei, aber was er tat, interessierte niemanden. Das Geld, das gerade eben zum BesĂ€nftigen des Hungers reichte, bekam er bedingungslos. Alles, was er darĂŒber hinaus brauchte, etwa um die Miete fĂŒr ein Zimmer zu bezahlen oder gar so etwas wie tatsĂ€chlich beachtet zu werden, war ihm seit zu vielen Jahren verwehrt geblieben, als dass er sich noch Hoffnungen darauf machte.

Umso mehr verwunderte es ihn nun, als er aufblickte und ein junges MĂ€dchen mit vielleicht siebzehn Jahren vor sich stehen sah. Eine Weile lauschte sie still seiner Musik, und fast fĂŒhlte er so etwas wie eine Verbindung zwischen ihnen aufkommen. Doch das war natĂŒrlich lĂ€cherlich. Das MĂ€dchen war gut gekleidet, kam sichtlich aus einem völlig anderen Umfeld als er selbst. Vielleicht war sie eine Sozialarbeiterin, die ihm eine Freude machen wollte. Eigentlich war es ihm gleichgĂŒltig. Er spielte, sie hörte zu, und der Regen, der auf das Wellblech seines Unterstandes trommelte, lieferte den Rhythmus fĂŒr seine Melodien.

Erst als sie bereits lange gegangen war, kam ihm ein Gedanke, fĂŒr den sein sozial eingerostetes Empfinden zu lange gebraucht hatte, ihn zu formen, als dass er noch etwas unternehmen hĂ€tte können: Noch nie in seinem Leben hatte er solch traurige Augen in solch einem Kind gesehen. Es war eine Traurigkeit gewesen, die ihn trotz all der Jahre der Lethargie nun in einer Weise ĂŒberflutet hatte, wie es der nie enden scheinende Regen niemals vermocht hatte.

Es waren dieselben Augen wie damals gewesen. Damals, als er zu beschÀftigt gewesen war, in diese Augen zu blicken und das drohende Ende zu sehen. Er hÀtte sie retten können, damals, hÀtte seine Frau retten können, und sich selbst mit ihr. Doch er war zu beschÀftigt gewesen, und nun lag sie unter der Erde, und er war von einem Jemand zu einem Niemand geworden. Ein Niemand, der gerade die Chance, den Fehler seines Lebens wiedergutzumachen, verstreichen lassen hatte, weil er die Kluft zwischen diesem Kind und sich selbst als zu weit wÀhnte. Es waren dieselben Augen gewesen, Augen, die still nach Hilfe schrien. Sie war zu ihm gekommen, weil sie sich in seinen Augen erkannte.

Überall glaubte er sie nun zu sehen, als Schatten im Nebel, entlang der Ufer des Flusses stehen, bereit, sich hineinzustĂŒrzen, oder auf den Schienen liegend. Er rief in die Dunkelheit, verfolgte Schatten, doch er wusste, dass er sie nicht finden wĂŒrde. In ein paar Tagen wĂŒrde er in einer der Gratis-Zeitungen lesen, dass ein junges MĂ€dchen tot aufgefunden worden war, aus gutem Hause, ohne ersichtlichen Grund, und Tage darauf wĂŒrde die Welt sie vergessen haben. Doch ihn wĂŒrden diese Augen verfolgen, wohin er auch wanderte. Denn zum ersten Mal seit Jahren hĂ€tte Niemand etwas tun können.

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