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Ich glaube fest daran, dass in einem jeden Menschen ein einzigartiger und wunderbarer „Samenkern“ schlummert, und es die Lebensaufgabe von uns Menschen ist, ihn zum Erblühen zu bringen.

Über Jahrtausende hinweg haben wir „den Menschen“ studiert, und versucht herauszufinden, was „der Samenkern“ in ihm dazu braucht. Die Art und Weise, wie wir üblicherweise gewohnt sind, Wissen vermitteln, ist durch diesen Zugang geprägt. Nach einiger Zeit fiel den ersten auf, dass Menschen verschieden sind. Und so begann der Prozess der Individualisierung der Lehr- und Führungsmethoden in Menschentypen, über den so gerne gestöhnt wird, weil er angeblich so viel Mehraufwand bedeutet.

Was aber würde passieren, wenn wir stattdessen von vornherein einen jeden Menschen als so einzigartig betrachten und behandeln, wie er es auch tatsächlich ist? Und unsere Ansätze, ihn zu unterstützen, jeweils daraus ableiten, was der reale Mensch vor uns braucht, um den in ihm schlummernden wunderbaren Samenkern zum Aufblühen zu bringen? Lassen wir den Elternvertreter einer Klasse zu Wort kommen, deren Lehrer ich war:

“Besonders augenscheinlich war für mich allerdings der Umstand, dass – zumindest habe ich den Eindruck – das Klassenklima deutlich verbessert wurde. Die Kinder sind wesentlich gelassener, ausgeglichener und weniger angriffig untereinander. Ich glaube, dass du durch deine wertschätzende Art bei den Kindern hier einen großen Teil dazu beigetragen hast. Ich hatte den Eindruck, du beschäftigst dich individuell mit ihnen und gibst ihnen das Gefühl, wertvolle und gute Arbeit zu leisten.”

Meine Erfahrung der letzten 10 Jahre zeigt: Weil dabei die Energie und Eigeninitiative der uns anvertrauten Menschen genutzt statt bekämpft wird, ist dieser Ansatz nicht nur weniger anstrengend für alle Beteiligten, sondern führt nebenbei auch noch zu mehr Innovation und messbar besseren Ergebnissen.

Die Herausforderung dabei: Wer in echten Kontakt mit anderen Menschen treten will, muss notwendigerweise auch in echten Kontakt mit sich selbst kommen. Muss liebgewonnene Bilder und Vorstellungen mit der Realität abgleichen, oft auch aufgeben und neu entwickeln. Das erfordert Mut, und manchmal auch jemanden, der einen ein Stück der Reise begleitet, wenn man glaubt, nicht mehr weiter zu wissen oder zu können.

Aber können wir uns es als Gesellschaft auf Dauer leisten, dies nicht zu tun? Wollen wir uns damit abfinden, dass tagtäglich Tausende Schüler aufwachen und sich nicht auf die Schule freuen, von den Abertausenden Erwachsenen, die sich am Montag schon aufs Wochenende freuen, ganz zu schweigen? Denn es geht auch anders, erzählt eine Mutter an einer Schule, an der ich gearbeitet habe:

“Mein Sohn ist jeden Tag mit Vorfreude auf seinen Deutschunterricht in die Schule gegangen und hat von Ihrem Unterricht geschwärmt. Sie haben Ihm Freude am Schreiben lernen können, das ist etwas Besonderes.”

Mein Zugang, bunterrichten, ist konzipiert für Menschen, die sich dafür entschieden haben, sich selbst und andere zum Aufblühen bringen zu wollen. Die bereit sind, dafür in lebendigen Kontakt zu gehen – mit sich selbst und mit ihrer Umwelt. Weil der Zugang am Anfang ungewohnt sein mag, und auch zur Bewältigung möglicherweise auftretender Herausforderungen auf dem Weg, habe ich in meiner praktischen Arbeit der letzten Jahre einige hilfreiche Konzepte entwickelt, die sicherstellen, dass dieser Weg für jeden, der sich dafür entscheidet, auch ein gangbarer sein wird.

Am Ende sind aber auch die besten meiner Konzepte, die ich vermitteln kann, nur Zwischenstationen – auf dem Weg zum eigenen eingangs beschriebenen inneren Samenkorn in jedem Menschen. Ich habe Karten angefertigt, um die Orientierung zu erleichtern, und kann als Reisebegleiter über manches Hindernis hinweghelfen. Es ist jedoch kein Zufall, dass bunterrichten ein Verb ist: es gewinnt seinen Wert durch eigenes Tun.

Wie könnte es weitergehen:

-> Wie arbeite ich, und was ist “stimmiger Kontakt”?
-> Finde heraus, ob ich ein passender “Reisebegleiter” für dich sein könnte
-> Durchforste umgerechnet über 1000 A4-Seiten an Konzepten und Erfahrungen dazu im Blog
-> Schau bei einem meiner Vorträge/Workshops vorbei
-> Nimm Kontakt mit mir auf. Keine Angst, ich bin freundlich und beiße nicht 🙂

Enden möchte ich mit einem wunderschönen Text von Martin Buber, den mir eine ehemalige Kollegin einst zum Abschied geschenkt hat:

Wer aber die Frage stellt, den Ernst einer Seele auf den Lippen, und meint:

“Was habe ich zu tun?”

Den nehmen Gefährten bei der Hand, und antworten:

“Du sollst dich nicht vorenthalten.”

“Du, eingetan in die Schalen, in die dich Gesellschaft, Staat, Kirche, Schule,
Wirtschaft, öffentliche Meinung und dein eigener Hochmut gesteckt haben,
Mittelbarer unter Mittelbaren,
durchbrich deine Schalen, werde unmittelbar,
rühre, Mensch, die Menschen an.”
– Martin Buber –